Abhängigkeit: Drogen, Alkohol, Medikamente

Was ist eine Abhängigkeit?

Die Begriffe Abhängigkeit und Sucht werden umgangssprachlich oft gleichbedeutend verwendet. Abhängigkeit bedeutet, dass man nicht mehr ohne das Suchtmittel (wie z.B. Alkohol, Drogen, Medikamente) leben kann oder einen zwanghaften Drang verspürt (z.B Alkoholentzug somit Alkoholabhängigkeit), ein bestimmtes Verhalten auszuüben.

Wenn wir in der Umgangssprache von „Alkohol“ sprechen, meinen wir damit Getränke mit einem alkoholischen, berauschenden Bestandteil. Der Begriff „Alkohol“ stammt aus dem Arabischen „al-kuhl“ und bedeutet soviel wie „das Feinste“. Reiner Alkohol (Ethanol) ist eine farblose, brennbare und brennend schmeckende Flüssigkeit. Regelmäßiger Alkohol-Konsum führt zur Abhängigkeit.

Als Drogenabhängigkeit bezeichnet man das pathologische Verlangen nach dem wiederholten Konsum von psychotropen Substanzen (Drogen). Sie wird in psychische (geistige) und physische (körperliche) Abhängigkeit unterschieden. Je nach Substanz sowie Regelmäßigkeit des Konsums, kann eine Drogenabhängigkeit kurzfristig eintreten.

Medikamentenabhängigkeit ist eine Suchterkrankung, die durch die Einnahme von Arzneistoffen mit Abhängigkeitspotential ausgelöst wird. Beispielsweise haben Benzodiazepine ein erhöhtes Risiko zur Medikamentenabhängigkeit.

In der Fachsprache nennt man dies das „Abhängigkeitssyndrom“. Es zeichnet sich durch eine Anzahl von seelischen und/oder körperlichen Erscheinungen aus, wie z.B. die Notwendigkeit zur Steigerung der Suchtmittel-Dosis oder die Entzugserscheinungen. Eine wiederholte Einnahme psychotroper Substanzen führt zu diesen Symptomen. Psychotrop bedeutet, dass die eingenommenen Stoffe das Bewusstsein und die Seele verändern.

Abhängig im Sinne einer Krankheit kann man auch von bestimmten Verhaltensweisen wie z.B. maßlosem Computerspielen oder Glücksspielen werden.

Abhängigkeit ist als Krankheit anerkannt. Renten- und Krankenversicherungen (und nachrangig Träger der Sozialhilfe) übernehmen die Behandlungskosten.


Quelle: Caritas

Körperliche Entzugssymtome

  • Schmerzen (z.B. unspezifische Kopf- oder Bauchschmerzen)
  • ständige Müdigkeit, Energiemangel
  • nachlassendes sexuelles Interesse
  • Reizbarkeit, Angst
  • zunehmende Lustlosigkeit, Apathie
  • missmutige Stimmungslage
  • Schlafstörungen
  • Appetitlosigkeit